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Osterturnierhelferausflug an die Lahn

3. bis 5. Oktober 2003

Teilnehmer: Ann-Katrin, Archi, Bea, Ellen, Gabi, Hannah, Janosch, Johannes, Kerstin, Klaus, Lena, Lothar R., Lutz, Martina, Mudas, Theresia, Tom, Totti, Uschi, Ute, Vera, Wolly und Schmidti/Paula

Zwischen Taunus und Westerwald durchfließt die Lahn in herrlich landschaftlicher Lage die Gemeinde Villmar. Das Zentrum des Lahnmarmors, mit seinen 12 bodenständigen, besonders farbigen Schmucksteinsorten feierte in diesem Jahr seinen 950 Geburtstag. Dessen Königshof "Vilimar" war im Jahre 1053 von Kaiser Heinrich III. dem Kloster St. Euchar-Matthias in Trier geschenkt worden. Das Jubiläum nahm die Wilde 13 zum Anlaß, Ihr Osterturnierhelferfest hier zu feiern. Die Vorbereitungen hierzu liefen bereits ab Mai auf Hochtouren.

Freitag:
Der Vortrupp Archi, Uschi und Ann-Katrin erreichten das angemietete einsame Haus an der Lahn gegen 10 Uhr. Nach Schlüsselübergabe und Einweisung ging es denn auch gleich zur Sache. Essen und Getränke in die Kühl- und Speisekammern, Tische und Stühle gruppenfreundlich plazieren, Blümchen auf den Tisch, Musikanlage anschließen usw. Da nur der Gemeinschaftsraum mit einem schönen alten Kohleofen beheizt werden konnte, hieß es für Archi Ärmel hochkrempeln um im hausnahen Schuppen Holz zu hacken. Uschi feuerte mit Ann-Katrins Pferdezeitung schon mal den Ofen an und das eingelegte frisch Gehackte tat seine Wirkung. Der Raum füllte sich mit Rauch und der hierfür vorgesehene Brandmelder durchschnitt mit seinem Heulton die eben noch friedliche Stille. Man öffnete die Fenster, der Qualm entwich und nach einigen Minuten kehrte wieder Ruhe, und die eintreffenden Wilden in das Haus. Nach der Zimmerbelegung gönnte man sich Kaffee und selbstgebackenen Kuchen und die ersten ein Spielchen auf dem anspruchsvollem Boulodrom mit seinen Gehwegplatten, den heimtückischen drei Kanaldeckeln und doch so schönen Lahnblick.


Eine Gruppe von Frauen, Kindern und Hund entschieden sich für eine "kurzen" Lahnwegwanderung, von der sie auch nach nicht einmal zwei Stunden zurück kehrten. Nun galt es das gemeinsame Abendessen vorzubereiten. Johannes hatte sich zehn Gurken mitgebracht, die er, unterbrochen von kleinen Pausen Zwecks Zuführung von Weizenbier, zu Salat verarbeitete. Andere wiederum kümmerten sich um den Feldsalat mit Wallnüssen, die Spaghetti und die verschiedenen Soßen mit Käse, Lachs und Bolognese. Zum Essen wurde Wein, Bier, alkoholfreie Getränke und danach ein Schlückchen selbst angesetzter Schlehenschnaps oder wahlweise ein Espresso nach "Theresianer Art" gereicht.


Die nimmersatten Boulespieler begaben sich auf das Boulodrome um unter dem Schein der mitgeführten Flutlichtanlage die Kugeln zu werfen. Die Übrigen spülten, spielten, plauderten, tranken und lachten zu den dargebotenen Fotos vergangener Tage. Letzte Aufräumarbeiten beschlossen den Tag nach Mitternacht.

Samstag:
8.00: Gabi hält es nicht mehr in den Federn und sie beschließt das aufgetürmte Nachtrestgeschirr in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen. Archi fährt ins nahegelegene Kaufcenter um dort die 40 Brötchen abzuholen, die er zwei Tage vorher telefonisch bei der ortskundigen bäckerkennenden Bürgermeistervorzimmerdame vorbestellt hatte. Das kontinentale Frühstück, ergänzt durch minutengenau getimte weiche, mittelharte und hartgekochte Eier von Theresia stärkten die Gruppe für neue Taten.

In diversen demokratischen Arbeitskreisen wurde Ruck-Zuck der Tages- und Speiseplan entschieden. Nach einigen wenig informativen Telefonaten bei den lahnansässigen Kanuunternehmern "Kanadier-Willy" und "Wir-sind-heute-garnicht-da-Paradieso-Kanu-Tours" fuhren Martina und Theresia direkt nach Fürfuhrt, um uns telefonisch eine erfolgreiche Anmietung von lahntauglichen Schiffen zu verkünden. Jetzt mußte alles schnell gehn. Der für diesen Anlaß umgebaute Mudas-Transporter kam zum Einsatz, ebenso wie der frisch eingetroffene Klaus. Auch die schon am frühen Morgen aufgebrochenen Pilsesucher Wolly und Johannes kehrten zur rechten Zeit und zur Freude aller mit einem gefülltem Korb (Bitburger) Pils und frisch gepflückten Äpfeln zurück, um an der Flussfahrt teilzunehmen.

An der Bootseinstiegstelle (später fälschlich als Slipanlage bezeichnet) lagen vier Canadier und ein Kajak bereit. Uschi zeigte hier, unter frenetischem Gelächter, eine artistische Einstiegsvariante (zwei Füße im Boot - Schulter auf dem Ufer). Nachdem alle in den Booten untergebracht waren konnte die Erlebnistour beginnen.

Der "200er-Canadier" mit Uschi, Gabi, Theresia und Johannes konnte nach anfänglichen Schwierigkeiten und dem Bekenntnis von Kapitän Johannes"zum ersten Mal ein Schiff zu steuern" doch noch Fahrt aufnehmen. Man fuhr zwar die doppelte Strecke und das teilweise auch rückwärts, versüßte sich aber die Reise durch den Genuß von Weizenbier und Vino Santo. Die anderen beiden Boote mit Ute, Lutz, Martina sowie Hannah, Kerstin, Tom und Vera lieferten sich erbitterte Luftballonschlachten. Sie hatten von anderen Lahnfahrern Luftballon bekommen, diese an den Bootsspitzen angebracht um sie dann mit riskanten Fahrmanövern zum Platzen zu bringen. Doch da plötzlich ein Warnschild! Die Fahrt und die Spiele wurden jäh unterbrochen. Eine Schleuse! Bitte langsam fahren! Nachdem man drin war mußte Lutz raus um die Tore zu schließen bzw. zu öffnen. Trotz seines durchtrainierten Körpers gelang es der Rad- und Landlaufratte nicht. Erst mit Hilfe von Wolly konnte das Problem gelöst werden. Das erfahrene Einer-Kajak-Nordlicht steuerte danach mit Galionsfigur Paula gekonnt aus der Schleuse und nahm die Verfolgung auf den Jugend-Canadier mit Ann-Katrin, Lena und Steuermann Janoasch auf. Die auf Grund einer Dordonge-Kanu-Freizeit erfahrenen Paddler rauschten gekonnt durch die Wellen.



Der Rest der Zurückgebliebenen verkürzte sich den Nachmittag mit Radfahren, Wandern, Boule- und Schnauzspiel. Die etwas verschnupfte Rose mit Tochter Davina trafen überraschend zu einem Kurzesuch ein und konnten die soeben ankommenden Kanufahrer an der Anlegestelle vor dem Haus begrüßen. Diese wurden hier mit Getränken und Gebäck versorgt, um danach den letzten Teil ihrer Flußfahrt anzutreten. Nach ihrer Rückkehr nahm man den Nachmittagskaffe bzw. Ingwertee zu sich. Frisch gestärkt wurde dann wieder Boule gespielt, vorrangig die noch ausstehenden "Magic-Cup" Tete-Partien. Als die Dämmerung hereinbrach kam die Stunde des "Master of Grill" Mudas. In seinem selbst geschweißten Grillmonster flogen die Funken und schon bald verteilte sich die heiße Glut auf dem Grillboden. Das leckere Grillgut, am Morgen vom Fleischbeschauer Lothar und Baquett-Archi liebevoll eingekauft fand seinen vorbestimmten Weg. Die Steaks und Würstchen wurden mit Salat und den aus verschiedenen Bäckereien zusammengetragenen Baquetts verzehrt.

Das gemütliche Abendprogramm eröffneten Totti "the Lap" and "Mr. Beamer" Lutz mit ihren technischen Wundergeräten. Sie zauberten riesige Bilder von Bouleturnieren, Urlauben, Geburtstagen und Hochzeiten usw. an die Wand, die durch gekonntes Drehen an der Maus zum Leben erwachten und die Gesellschaft zu wahren Lachorgien animierten. Das restliche Abendprogramm bestand, wie schon am Vorabend, aus Kugelnwerfen, Plaudern und Trinken. Hannah malte schöne bunte Eichhörnchen-Fensterbilder.

 



Als die Kälte den nächtlichen Outdoor Sportlern doch so langsam unter den Pullover ging, beschloß man kurzerhand im Keller ein Tischtennisturnier zu veranstalten. Das dafür benötigte Sportgerät baute man sich aus herumstehenden Tischen und als Absucker gab es sogar noch ein Glas Pastis.

Sonntag:
Kontinentales Frühstück. Danach wie immer wieder Boule, Boule, Boule. Jeder versuchte noch ein paar grüne Cup-Kästchen zu ergattern und zog seinen Gegner an die unmöglichsten Spielorte. Die schon am Anfang angesprochenen drei Kanaldeckel gehen daher in die "Magic-Cup" Geschichte als "Resifalle" ein. Gegen Mittag begann man Stück für Stück mit der Haus- und Garten Säuberungsaktion. Das immense Leergut mußte in die Wagen verteilt werden, ebenso der Müll und die restlichen Speisen und Getränke.


15 Uhr : Totti bekam Ab- bzw. Auffahrtschwierigkeiten bei 15 Prozent Steigung. Doch alle Mann machten den Schieber oder standen mit tollen Ratschlägen zur Seite. Einer nach dem anderen zog von dannen in Richtung Heimat und in das Haus an der Lahn kehrte wieder Ruhe ein.

Text: Archi / Fotos: Archi

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