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Weilburg Open

Fast schon traditionell sind die Ausflüge von Mitgliedern und Freunden der Wilden 13 zum Vatertag. War es früher noch Kirchheim-Bolanden wegen seines Mixte-Turniers oder letztes Jahr Dormagen (Mosel), so reiste man dieses Jahr in das schöne Weilburg an der Lahn, der barocken, nassauischen Residenzstadt im Grünen.

Unterhalb der Stadt in der Lahnschleife, neben der Feuerwehr, wurde das Lager errichtet. Am Mittwochabend (23. Mai 2001) waren schon einige der 19 Erwachsenen, vier Kinder und fünf Hunde eingetroffen, die die nächsten Tage in fröhlicher Runde verbringen wollten. Der Donnerstag wurde mit einem reichhaltigen Frühstück (Tee, Kaffee, Saft und ofenfrische Brötchen) begonnen, um danach das anspruchsvolle Gelände zu ergründen und Boule zu spielen. Den Kindern wurde das extra mitgebrachte Gummiboot aufgeblasen und zu Wasser gelassen, um die hier gemütlich dahinfließende Lahn zu befahren.

In die angenehme Ruhe des sommerlichen Tages schallte urplötzlich der Schrei nach Hilfe. Dem ortsansässigen Schwan Gustav mißfiel die Erkundungsfahrt der Kinder in seinem Revier, was er mit Flügelschlägen, Zischtönen und Bissen in das Boot kundtat. Wie wir später vom Flußaufseher erfuhren, befindet sich unweit der Schiffsroute das Gelege seiner Familie. Beherzte Männer (Gerd, Ben und Lutz) befreiten die Kinder aus ihrer unschönen Lage und brachten sie zurück an das rettende Ufer.

Zum Mittagessen fuhr man mit dem Rad bzw. ging zu Fuß in das nahegelegene "Restaurante Jimmy", das, wie der Name schon verrät, von Italienern geführt wird ;-) Der Abend wurde mit Boule sowie Getränken der Region (Bitburger, Pungschter, Paulaner, Äbbelwoi, Dornfelder u.v.m.) beschlossen.

Der 25. Mai, ein Freitag, brachte als Höhepunkt des Tages eine Radtour entlang der Lahn, die uns in das 10 km entfernte Fürfurt brachte, wo wir in einer schattigen Klause einen kleinen Imbiß zu uns nahmen. Lediglich unterbrochen durch eine Pause, in der die Schwimmbegeisterten in das kühle Naß der Lahn abtauchten, kehrte man zum Lager zurück. Besonders erwähnenswert ist an dieser Stelle die bravouröse Fahrleistung von Klein-Hanna.
Der Samstag stand im Zeichen der Schnäppchenjäger, welche auf dem Flohmarkt das eine oder andere seltene oder nützliche Stück erstanden ("Neue Illustrierte" von 1958, Honigspender, Kerzenständer, klappbares Besteck/Messer, antike Postkarten usw.). Weitere Sonderangebote bei Bademoden wurden in der Altstadt ausgenutzt. Das gesparte Geld wurde auf dem Markplatz beim Weinfest für wohltätige Zwecke vertrunken.Als wir zum Festplatz zurückkehrten, konnten wir noch die Startvorbereitungen und die Abfahrt eines Fesselballons aus nächster Nähe miterleben.
Nach dem Abendessen, das auf Grund der Personenzahl zu einer logistischen Herausforderung für die verantwortlichen Köche wurde (3 Nudeltöpfe in 3 Wohnmobilen) und dem nachfolgenden Spülgang (kein Spülmobil, 4 Geschirrtücher für 5 Abtrockenwillige), durfte man sich zufrieden zurücklehnen, um den Pokalsieg von Schalke in Bens TV mitzuverfolgen.

Doch keine Atempause. Der Höhepunkt des Tages, das "Weilburger Nocturne-Supermelée" sollte gleich beginnen: 16 Teilnehmer, eingeteilt in Schießer und Leger, wurden von der Turnierleitung (Rose und Uschi) für vier Runden ausgelost. Es begann gegen 21 Uhr 15. Unter Flutlicht wurde nun Runde für Runde für Runde gespielt, um die letzte Runde dann, aus humanen, sprich Nachbar-schonenden Gründen, auf den mittlerweile schon angebrochenen Sonntag (-vormittag) zu verlegen. Bei Kerzenschein, leiser Musik (60 Jahre Bob Dylan), kühlen Getränken, Gebäck und Fachgesprächen nahm der Abend sein passendes Ende.

Sonntag. Der Tag der Entscheidung. Jogging, Angeln, Radfahren, Frühstück, Diesel, Mokick reparieren, Kanterbräu, Bananen, Hand auflegen, Patchwork, Wassertanks auffüllen Jeder, der noch etwas zu gewinnen hoffte, bereitete sich auf den Tag vor.

Gegen 13 Uhr startete die letzte Runde. Die Turnierleitung, unterstützt durch das Urkunden-Mal-Team (Ann-Katrin, Davina, Lena und Hanna) mußte bis zur letzten Aufnahme warten, um den Sieger zu ermitteln. Nach einigen Minuten stand dann das amtliche Ergebnis fest. Letzter wurde Lothar, der der auf dem Flohmarkt erstandenen Fanny seine Lippen aufdrücken durfte.

Jetzt wurde es Zeit für den einen oder anderen, die Heimreise anzutreten, und man lag sich weinend in den Armen. Der verbliebene Rest machte sich auf zu einem letzten Besuch der Altstadt und des Schloßparks, um sich auf dem Weinfest bei einem Abschiedsbecher auf den nächsten Vatertags-Ausflug zu freuen.

Die waren alle dabei:
Ann-Katrin, Archi, Bea, Ben, Christoph, Davina, Didi, Ellen, Gerd, Hanna, Kerstin, Lena, Lizzy, Lothar, Lutz, Margit, Mudas, Peter, Rolf, Rose, Totti, Uschi, Ute (und die Hunde ...)

Bericht und Fotos: Archi

 

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