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Was heißt eigentlich Boule?

entweder: nette Leute treffen, ein Gläschen Wein oder Pastis trinken und 'n paar Kugeln schmeißen.

oder: Sonntag morgens um 6 Uhr aufstehen, Hunderte von Kilometern fahren, mit dickem Pullover und Regenjacke den ganzen Tag im Matsch stehen und mit höchster Konzentration fünf bis sechs anstrengende Spiele bestreiten, um dann weit nach Mitternacht das Finale doch noch zu verlieren ... (immerhin gibt's dann noch "ein paar Euro" Preisgeld).

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Egal, wie man es sieht, in jedem Fall gehören dazu mindestens zwei Spieler und 6 Kugeln.

Das nennt man dann Tête à tête, gemeint ist damit der "Kampf Mann gegen Mann" bzw. "Frau gegen Frau" oder so, in anderen Sportarten (z. B. Tennis) nennt man diese Variante Einzel.

In der Boule-Szene ist das Tête à tête allerdings nicht sehr beliebt; lieber spielt man Doublette oder Triplette.

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Aber jetzt mal von Anfang an:

"Boule" ist französisch und heißt nichts anderes als Kugel.
Pétanque ist aus dem provençalischen (ped tanco) bzw. französischen (pieds tanqués) abgeleitet und bedeutet "geschlossene Füße".

Pétanque ist also genau genommen eine Variante des (Jeu de) Boule, bei dem der Spieler beim Kugel-Wurf mit beiden Füßen im Kreis stehen muß. Allerdings sagt man hierzulande einfach nur Boule, wenn man eigentlich Pétanque meint. Alles klar?

Wer wissen will, was es sonst noch für Boule-Varianten gibt und wie das alles entstanden ist, klickt sich zur Geschichte des Boule.

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Pétanque wird mit Stahlkugeln gespielt, deren Durchmesser zwischen 7,05 und 8,0 cm liegt; ihr Gewicht kann 650 bis 800 Gramm betragen. Die Güte und Art des Stahls, allerlei "Geheimrezepte" bei der Fertigung sowie nicht zuletzt das Renommé der Herstellerfirma bestimmen den Preis (ca. 70 Euro pro 3er-Set für die billigsten bis zu 300 Euro für "Profi-Gerät") wie auch ihr Einsatzgebiet (man braucht die Kugeln zum Legen oder Schießen, aber davon später mehr). Außerdem hat natürlich jeder Spieler so seine Vorlieben, auch was die Oberfläche der Kugeln betrifft. Es gibt sie glatt oder "griffig", rostfrei oder nicht, weich oder hart (alles ist natürlich relativ!), mit Kupfer überzogen, satiniert, ohne oder mit unterschiedlichster Riffelung usw.

Der Spieler erkennt seine Kugeln an "Farbe", Größe, Gewicht, Temperatur (ja wirklich!) und, wenn alles nichts hilft, an der Gravur, die Aufschluß über die Hersteller-Firma, das Modell und die Härte gibt. Zusätzlich ist noch eine individuelle Serien-Nummer eingraviert, bei manchen Spielern außerdem die Initialen oder sogar der ganze Name (ziemlich praktisch, oder?).

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Was braucht man sonst noch?

Eine kleine Zielkugel aus Holz (Durchmesser 25 - 35 mmm, ist meistens farbig lackiert), franz. cochonnet, bei uns gerne Schweinchen genannt, aber sowohl im Französischen wie im Deutschen gibt es noch mehr Ausdrücke dafür ...

Eine Spielfläche (ca. 12 mal 3 Meter als Mindestmaße) findet man fast überall; der Untergrund ist eigentlich ziemlich egal, er muß nur einigermaßen eben sein. Am besten läßt es sich auf einem nicht zu harten, aber dennoch festen Boden spielen. Kies oder kleine Steinchen sind genauso reizvoll wie leichte Bodenwellen oder eben alles, was den präzisen Lauf der Kugel erschwert und so dem Spiel die Würze gibt. Und gerade auf schwierigem Boden zeigt sich, wer das Spiel beherrscht.

Zur Kleidung sagen die Vorschriften nur, dass man nicht barfuß oder mit nacktem Oberkörper spielen darf (es gibt allerdings auch Leute, die nackt Boule spielen ...).

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Wer jetzt endlich wissen will, wie das Spiel eigentlich geht, findet alle Informationen dazu bei den Regeln.

(Text: Christoph)

 

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