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11. Juni 2009: Wilder 13ner goes 21. Kölner Sextett
Mit "Ohne Häuptling" "Sechs in the city"

7:15 Uhr. Bacharach. Vereinshaus. Aus allen vier Himmelsrichtungen strömten die jungen und alten Menschen, in ein- oder mehrfarbigen Regenschutzbekleidungen, zum Treffpunkt. Der Wettergott war schlecht gelaunt - die bunte Truppe aus Rockenhäusern, Karlsruhern (Tscheli plus), vielen Bacharachern, sowie dem angereisten Darmstädter tat dies keinen Abbruch. Die rotkäppigen Sektkorken flogen wie die Bierkorken durch den angemieteten Bus. Am Vater Rhein entlang ging es über Koblenz und Bonn nach Köln, wo man trotz telefonischer Unwetterwarnung durch Django - für die gleichnamige Bucht - pünktlich eintraf.



58 mal 6 Spieler und Spielerinnen hatten sich hier unter den seltsamsten wie lustigsten Namen eingetragen. Z.B:"Peace, bitte nicht schiessen!"; "Die milde dreizehn", "Trümmertruppe" oder "Die Aix-Thérèrese-strischen". Was in Köln Rang und Namen hat, war da - die üblichen Verdächtigen, Rekordsieger, WM-Spieler und Deutschen Meister. Aber ein Großteil des Feldes war, zum Teil von sehr weit her: Aus Clermond-Ferrand , "Les petits Belges" aus Charleroi, aus Westfalen, dem Ruhrgebiet, wie immer in mancherlei Kombinationen gut vertreten und wir aus Bacharach/Rock. 58 Teams - und das trotz des schlechten Wetters. Ein Ausdruck der anhaltenden Boule- Verrücktheit oder ein Kompliment für das Traditionsturnier in der Kölner Südstadt.

Der Friedenspark / Römerpark, der um eins der alten Forts aus der Preußen/Kaiserzeit angelegt wurde, bietet eine vielfältige Botanik und abwechslungsreiche Boulebahnen. Auch die reichhaltigen Spielmöglichkeiten gegenüber dem Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege der FH Köln hatten ihre Reize und Tücken.

Den Modus (für die dies nicht kennen): Es treten Sechserteams an, jeder spielt sechs Spiele - drei Triplettes, zwei Doublettes, ein Tête.
Wer aber wann was spielt, entscheidet das Computerprogramm.
Bei der Einschreibung erhält jedes Team eine Nummer und jedes namentlich zu nennende Teammitglied einen Buchstaben zwischen A und F zugeordnet. Nach Einschreibeschluß spuckt der PC die Paarungen aus, die an den Mauern des alten Forts angeschlagen werden. So zum Beispiel: ACF - Triplette, BE - Doublette, D - Tête.

"Ohne Häuptling" mit Stefan, Flo, Ilse, Michael, Peter und Archi hatten so den ganzen Tag ihren Spaß. Ebenso die Bacharacher Amazonen um Sabine, Anja, Sally...... und Team "Christoph und der Schäfer". Man traf und amüsierte sich nach den Spielen vor den Toren des Forts, auf den schon seit vielen Jahren besetzten Platz unter der Lärche, im Schutze des mitgebrachten Pavillons. Oder man traf alte - Hallo Andrea - und neue Bekannte an der Kölschtheke bzw.

am Grill- oder Crepestand. Zwischen zwei Spielen fand man sogar die Zeit mit dem Busfahrer ein kühles Kölsch / Cola im legendären "Backes" (Lustigerweise in der Darmstädter Straße) zu sich zu nehmen. Im Lokal erinnerte vieles an die Kölner Boxlegende Peter Müller (1927-1992), der wegen seiner gebückten Kampfhaltung und seines fröhlichen Aussehens die Aap (Affe) oder auch Müllers Aap genannt wurde.



19 Uhr: Noch wird in der Südstadt gegen das Sauwetter gekämpft und um den Einzug ins Finale. Leider ohne uns. Die Halbfinale fielen der Witterung zum Opfer. Das Finale des 21. Sextetts gehörte dann

ganz eindeutig der Jugend. Team "MIXTE" - A. Thelen, Daniela Thelen, Carolin Birkmeyer, Moritz Wiegand, Jorgo Schmiler und Leo Abolhassan siegten gegen "Und das ist auch ein guter Freund von mir. Hallo Werner!". Wir belegten den wunderbaren 26. Platz.
Aber interessiert das jemand???

Einige der SpielerInnen reisten noch in der Nacht, bzw. spätestens am Freitag zur DM Triplette nach Kassel. Wir fuhren, unterbrochen durch den einen oder anderen Stop, zurück ins schöne Mittelrheintal.

Die Wochen zuvor gelesene Ankündigung: "...geniales Turnier mit ansprechenden Gegnern und perfektem Ambiente... Kann ich nur jedem empfehlen, die km lohnen sich... Spitzenverpflegung zu sehr fairen Preisen." hatte voll in`s Schwarze getroffen.

Text/Fotos: Archi

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