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2. September - Kassel-Calden
Zwei W13-U100 in Calden - Ein U-HU schaffts nach Gründau

Im herrlichen Ambiente von Schloss Wilhelmsthal bei Calden, etwa 15 Kilometer nordwestlich von Kassel im Norden des Hessenlandes und bei spätsommerlichen 22 Grad trafen sich am Sonntag 66 VeteranInnen des Boulsports zur Ü55plus-Quali. Das Schloss wurde Mitte des 18. Jahrhunderts als Lust- und Jagdschloss der Landgrafen von Hessen-Kassel errichtet. Aufgrund der noch erhaltenen historischen Raumaufteilung und kostbaren Innenausstattung zählt es zu den bedeutendsten Rokokoschlösser nördlich des Mains.
An dieser historischen Stätte war es an der Zeit sechs Teams für die erstmals auszutragende Deutsche Meisterschaft in Gründau zu bestimmen. Teilweise war man schon am Freitag bzw. Samstag in die Documentastadt angereist. Die documenta gilt als die weltweit bedeutendste Ausstellung für zeitgenössische Kunst und findet alle fünf Jahre für die Dauer von jeweils 100 Tagen statt. 2007: 114 Künstler mit mehr als 500 Exponaten. Zusätzlich wurde auf dem Ehrenplatz vor dem Schloss die DPB-Endrunde, der 3. und 4. Bundesligaspieltag ausgetragen. Was ihr wollt! Kunst oder eines der tollen, spannenden, erstklassischen Spiele der 12 angetretenen Equipes.


Für die am Sonntag ausgetragene Quali starteten für die Wilde 13 Rolf "Dirty Harry" Brücher mit seinen Mannen: Gundi von den Baas-Blockern und Louis von den Seeheim Oldstars. Manfred "Weißbart" Hartel standen GGs Elu und "Blutblasen" Uwe aus Crumscht zur Seite. Dem Dritten im Bunde, Ben "The coach" Simon der mit Willi Carroux spielen wollte, hatte leider der dritte Mann kurzfristig abgesagt und eine Anreise war nicht von Nöten. Sechs Poules wurden ausgelost und Archi plus traf im ersten Spiel auf Annemie aus Landau, Peter Pähler (GG) und Jens aus Opeltown. Es ging hin und her und man verlor 13:8. Rolf gewann sein erstes Spiel und verlor das zweite. Aus Heuchelheim/Marburg kam der Gegner des zweiten Spiels für Elu, die man nach anfänglichen Schwierigkeiten doch noch klar mit 13:6 bezwang. Ab in die Cadrage. Hier verlor Rolf und seine treuen Gefährten gegen das stark aufspielende Team aus Dieburg mit Gisbert und Bernd nebst Guy (Rüsselsheim) dem mit 86 Jahren ältesten Teilnehmer des "Methusalem bzw. Rheumadecken Cups",



wie die Quali liebevoll von einigen Anwesenden umgetauft wurde. "In der linken Ecke...". Stop. Im Kreis wechselten sich Team Archi und Hessen 5 bestehend aus "...ich auch"-Birgid und die Raunheimer Männer Harald und Hans-Jürgen bei ihrem wichtigen 3. Spiel ab. Nachdem man 8:0 hinten lag, wurde eine kurze Mannschafts-besprechung einberufen, die zur Folge hatte das Spiel zu drehen und mit 13 zu 10 zu gewinnen. Nun waren noch 12 Teams im Pott. Die sechs Sieger der nächsten Spiele würden dann in 14 Tagen aufbrechen zu einem langen, beschwerlichen Weg durch Wälder, Auen, Tümpel, Autobahnkreuze und Raststätten um im Osten Hessens, in der seit 1974 (durch Gesetz) zu Gründau gehörenden Gemeinde Rothenbergen, ihr Glück zu finden. Nach einem Rauchopfer von Uwe begab jener sich in das gezogene Rund. Die Kugel suchte sich ihren Weg auf dem von Steinen und Steinchen durchmischten Grund und blieb an der Sau liegen. Die Marburger Männer von H3 fackelten nicht lange und entsorgten diese. So ging es hin und her. Der Gegener lag immer leicht bis mittel in Führung. 10:9 für Marburg. In der nächsten Aufnahme stand der Marbuger Veteidigungswall - doch zwei Superkracher von Elu machten den Weg frei für die beiden letzten Kugeln von Archi. 13:10. Getreu unserem Motto: "Von hinten stechen die Bienen!"



Nach der Siegerehrung durch den Schlossherrn Hosen Schorsch und eine kühle SiegerApfelsaftSchorle begab man sich auf den Weg in den sonnigen Süden, wo man bei der vierstündigen Rückfahrt zur allgemeinen Belustigung noch das beliebte Bremslichter-Ratespiel spielte.

Text/Fotos: Archi

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