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Volles Haus in "Baccaracus"

324 Doublettes und 199 Triplettes
26/27 Juli 2003

Bacharach dürfte, worauf auch der Ortsname hindeutet, keltischen Urspungs sein. Es war im Mittelalter vom Beginn des 13. Jahrhunderts, bedingt durch die günstige Lage am Rhein, der wichtigste Handels-, Stapel- und Umschlagplatz für Wein und Holz.

Und so ist es immer noch. An diesem Wochenende stapelten sich die Bier- und Weinkasten vor den von den Ureinwohnern liebevoll gebauten Holzhütten. Das Boulodrom wurde zum Umschlagplatz von Punkten für die schon am Donnerstag aus allen Himmelsrichtungen angereisten Boulisten.

Am Freitag Abend spielten 186 Personen beim 5er-Mele um die Preisgelder. Das Wetter - durchwachsen - störte die Wenigsten, nach den heißen Vortagen.

Nachdem "Asbach" und "Goethe" die Schiffsanlegebrücken Richtung Rüdesheim bzw. Loreley verlassen hatten begannen am Samstag vor Mittag die Spiele. 324 Doubletts spielten bis in den frühen Sonntag morgen um die Plätze, unterbrochen von kleinen "Tour de France" Pausen. DAS Zeitfahren zwischen Ullrich und Armstrong ließ den einen oder anderen an den mitgebrachten Transistorradios oder Minifernsehern die Jagd nach den Punkten vergessen. Nach dem Sturz von Ullrich zwölf Kilometer vor dem Ziel begab man sich dann auch wieder zügig auf die ausgerufenen numerierten Plätze.

Sonntag: 199 Triplettes. Der seit 10 Jahren bestehende Rekord von Wiesbaden war gebrochen! Trotz der großen Teilnehmerzahl lief das Turnier, dank der guten Turnierleitung, ohne große Verzögerungen. Lediglich ein Naturschauspiel der besonderen Art unterbrach die Halbfinalspiele gegen Mitternacht. Frisch geschlüpfte Eintagsfliegen oder doch Kescherfliegen(?) schwirrten wie ein Schneesturm über den Centercourt um in den umherstehenden Flutlichtern ihr eben begonnenes Leben schon wieder zu beenden. Gegen 1 Uhr fand das eine wie das andere Spektakel seinen Schluß.

Text/Fotos: Archi

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