.

"Magic"-Markus und Thierry "zaubern" auf der Mathi

6 Uhr 27: Aufgeschreckt hoppelt ein Osterhase Richtung Russische Kapelle, als eine Karawane von Bussen und Menschen die morgendliche Stille auf dem Platanenhain beendet. Das eingespielte Team baut in Windeseile eine kleine Zeltstadt auf, in der sich an diesem Tag viele Menschen an den Speisen und Getränken laben sollten. Gegen 8 Uhr ist es dann so weit. Die ersten der später auf 276 Boulespieler anwachsende Menge betreten das Boulodrome auf der Mathildenhöhe. Bei einem heißen Becher Kaffee und/oder einem Stück Kuchen/Baguette begrüßt man alte Bekannte oder testet schon mal den trockenen staubigen Boden. Petrus hatte diesmal ein Einsehen und beschenkte uns mit reichlich Sonnenschein, der die morgendlichen 5 Grad vergessen ließ und die dicken Pullover in die Rucksäcke verbannte.

Wie jedes so auch in dieses Jahr beglückten uns die Freunde aus dem hohen Norden mit ihrer Anwesenheit, unter der gewichtigen Leitung ihres Kapitäns August. Gute Bekannte aus Bacharach, Crumstadt, Mechenhard und Rüsselsheim waren genauso gekommen wie die "Riedgang" aus Groß-Gerau, an dessen Spitze "It´s only rock and roll"-Willy seinen Mann stand. Aschaffenburg, Bochum, Frankfurt, Heidelberg, Marburg, Nürnberg, Saarbrücken, Viernheim, Wiesbaden, Tübingen .... waren nur einige von vielen Orten die man auf den Einschreibungsbögen entdecken konnte. Freude auch über einen angereisten Spieler aus der Schweiz.

10 Uhr: Nach der Eröffnungsrede von Ben, der sich am Begrüßungsabend bzw. -morgen der Nordlichter eine Handverletzung zugezogen hatte, konnten die Spiele beginnen. Die Paarungen für die 1. Runde waren ausgelost und die 138 Doubletten verteilten sich auf und um den Platanenhain. Hier treffen wir zum Beispiel Tino und Michael T., die gegen Ronny und Boyd eine Runde weiter kommen. Auch bei so manchen anderen Spielen müssen Favoriten Federn lassen.

12 Uhr: Am Küchenzelt, erstmals gibt´s das warme Essen vom Profi, bilden sich kleine Schlangen, die die angebotenen Gerichte: Champignons, Salat mit Putenstreifen und Geschnetzeltes mit Reis oder wahlweise Nudeln (wahr- bzw.) mitnehmen. Gesättigt geht es weiter mit dem Kugelsport. Die nun mehr und mehr eintreffenden Sonntagsspaziergänger finden statt der erwarteten versteckten Ostereier eher die eine oder andere versteckte Eisenkugel hinter den Platanen. Die Turnierleitung Martina und Uwe haben alle Hände voll zu tun. Auf dem Auslosungsbrettern fliegen die Nummernklötzchen von links nach rechts: Die Guten ins A-Töpfchen, die Anderen ins B-, C- oder D-Eimerchen.

Das gute Wetter und so manches gewonnene Spiel versetzen die Menschen in Sektlaune und das W13-Getränketeam hat ihre liebe Not den Bestellungen nachzukommen, zaubert aber dennoch die eine oder andere Kiste Sekt aus den gut sortierten Kellern der in der Nähe wohnenden Mitglieder.

Wie immer und überall verzögern Hängepartien den Turnierablauf und die Zeit bis zum Sonnenuntergang rückt immer näher. Das W13-Beleuchtungsteam gibt sein Bestes, um die Endspiele ins rechte Licht zu rücken, die gegen 20 Uhr ihren Anfang finden.

Im C-Turnier-Finale liegen Frank und Lee van Phau 6:12 zurück, können aber durch das gute Vorlegen von Frank doch noch gewinnen. Klare Angelegenheit im 1. Halbfinale-A: Schwitzi und Thomas schlagen Steffen und Dominik 13:0. Im spannenden 2. Halbfinale zwischen Markus/Thierry und Dieter/Kader geht es hin und her. Erst gegen Schluss (9:9) entscheiden die Fehlschüsse Kaders das Spiel zu Gunsten von Markus und Thierry. Im Finale, bei lockerer Stimmung, zaubert Markus konstant seine Kugeln an das Schweinchen, welches wie schon im Halbfinale zwischen 8 und 10 m liegt. Der Gegner lässt sie leider auf Grund von Fehlschüssen viel zu oft dort liegen. Thierry hat, wenn er in den Kreis muss mehr Glück mit seinen Schüssen. Am Ende siegen Markus und Thierry 13:8.

23 Uhr 13: Müll und Leergut einsammeln, abbauen und ein letztes Glas im Stehn. Eine Nachtigall blickt vom Ast auf die eingestaubten Menschen und zwitschert ihnen ein Abschiedslied. Ruhe kehrt ein auf dem Platanenhain. Die Karawane zieht weiter Richtung PILLHUHN und freut sich dort mit "Magic"-Markus und Thierry und vielen anderen, bei Sekt, Bier und Sauren, über einen schönen Tag auf der Mathildenhöhe.

A-Turnier:
1. Markus Liebenau (Wilde 13 DA) / Thierry Silberreiß (TV Crumstadt)
2. Thomas Schorr (Saarbrücken) / Stephan Schwitthal (PF Saarbrücken)
3./4. Steffen Kleemann (Esslingen) / Dominik Woneberger (Landau)
Dieter Müller (Bornheim Boules Frankfurt) /Kader Amrane (Boule Joyeuse Wiesbaden)

B-Turnier
1. Dang van Phau / Dang van Tien (Aschaffenburg)
2. Jürgen Schneider (Lützelsachsen) / Jean Wittmann (BC Schwetzingen)

C-Turnier
1. Lee van Coy (Tromm) / Frank Schneider (Weilburg)
2. Farouk Brahime / Ahmed Kerdi ((Bornheim Boules Frankfurt)

D-Turnier
1. Fred Will (Boule Joyeuse Wiesbaden) / Peter Pähler (Raunheim)
2. Ronald Schraml / Franz Alter (1. PC Viernheim)

Zurück zur Übersicht